Burschenschaften sehen sich selbst als Angehörige der deutschen Elite. Sie wollen für die ganze Geselschafft entscheiden und sind laut ihnen selbst auch dazu befugt. Dies leitet sich aus ihrer elitaristischen Ideologie ab.

Was ist Elitarismus?

Bei Elitarismus handelt es sich um eine Idiologie, die geprägt ist von einem reaktionären Denken, welches darauf basiert Menschen nach einem „Besser-Schlechter“ Schema einzuordnen und zu selektieren. Dabei handeln die Burschenschaften nach dem Prinzip des Antiegalitarismus, nach dem soziale Differenzen von Natur aus bestehen. Dabei kann es sozialdarwinistische1 Züge annehmen. Daraus leiten sie ihre Führungs- und Machtansprüche ab.

Elitarismus der Burschenschaften
Die meisten Burschenschaften nehmen nur weiße und männliche Personen auf. Sie sehen Menschen die für sie nicht als „deutsch“2 gelten, nicht als gleichwertig an. Dabei wird ihre völkische Ideologie sichtbar, weil sie Menschen die nicht aus Deutschland oder den „ehmaligen Deutschen gebieten“ stammen als minderwertig betrachten. Auch Frauen* sind in ihren Augen miderwertiger als sie und werden bei ihren Veranstaltungen meist nur als „schmückendes Anhängsel“ präsentiert. Frauen* können grundsätzlich nicht Mitglied einer Burschenschaft werden.
Burschenschaften sehen sich als Ausbildungsstätten der gesellschaftlichen Elite von morgen. Diese Elite kann ihrer Meinung nach nur aus gesellschaftlich priviligierten, männlichen und „deutschen“ Universitätabsolventen bestehen. Viele Burschenschaften werben bei jungen Studenten auch als Kontaktvermittlung für einen einfachen Einstieg in die Führungsetagen von Politik und Wirtschaft, der aus einer Mitgliedschaft resultieren kann.
Die von Burschenschaften beschworenen, angeblich von Natur aus bestehenden sozialen Differenzen, sind konstruiert, werden aufgezwungen und ständig reproduziert. Sie dienen somit der Aufrechterhaltung der herrschenden Zustände. An diesen wird sich bedient und es wird versucht konservative Wertvorstellungen zu verhärten.

Bash Back!
Wir lehnen Burschenschaften generell ab, egal ob sie sich selbst als rechts, liberal oder sonstwas sehen. Bei Burschenschaften braucht mensch das Schema von Nazi und nicht Nazi gar nicht anwenden, weil alle Burschenschaften deutschnational und elitär sind. Wir haben kein Bock auf elitäres Denken.
Burschenschaften sind und bleiben scheiße!
Dem sozialdarwinistischen Konzept von Konkurenz, Unterdrückung und dem Recht des Stärkerem setzen wir die Idee der Solidarität und der gegenseitigen Hilfe entgegen.
Wir streben eine befreite Gesellschaft ohne jegliche Unterdrückungsmechanismen und jenseits von Nation, Kapital und Staat an.

1) Sozialdarwinismus ist eine Theorie die davon ausgeht das es biologische Unterschiede zwischen Menschen gibt und somit eine „natürliche Selektion“. Laut dieser Theorie gibt es auch „gutes“ und „schlechtes“ Erbmaterial.
2) Wir schreiben Nationalzugehörigkeiten, in diesem Fall „deutsch“, in Anführungszeichen weil die Nation ein Konstrukt ist und wir uns mit keiner Nation Identifizieren wollen.
* Hinter >Frauen< ist immer ein Stern um zu zeigen das Geschlecht sozial konstruiert ist. Wir benutzen die Begriffe trotzdem da wir die real existierenden Geschlechter- und Machtverhältnisse nicht Ausblenden wollen.